Eine Weiterbildung zum Facharzt für Allgemeinmedizin in Teilzeit ist in unserer Lehrpraxis in Elmshorn ausdrücklich möglich – und kein Sonderfall, sondern ein etabliertes Modell. Ob 50 %, 60 % oder 80 % Beschäftigungsumfang: wir richten die Stelle nach Ihrer Lebenssituation aus, nicht umgekehrt. Auf dieser Seite finden Sie die konkreten Modelle, die wir anbieten, was die Verlängerung der Weiterbildungsdauer praktisch bedeutet, und meine Erfahrungen aus mehreren bisherigen Teilzeit-Weiterbildungen.
Welche Teilzeit-Modelle wir konkret anbieten
Wir richten Teilzeit-Modelle individuell ein – je nachdem, wie Ihr Familienalltag, Ihre Pendelstrecke oder eine parallele Promotion am besten in den Praxisalltag passt. Bewährte Konstellationen sind:
- 50 % – typischerweise an zweieinhalb Wochentagen, gut planbar mit Kita-Eingewöhnung oder Wechsel-Modell mit dem Partner
- 60 % bis 75 % – drei bis vier Wochentage, häufig gewählt für eine kontinuierliche Patientenbindung bei gleichzeitig planbarer Familienzeit
- 80 % – vier Tage Praxis, ein freier Werktag, beliebt für strukturelle Familienunterstützung oder eigene Termine
Der genaue Wochenrhythmus ist verhandelbar. Wichtiger als die Prozentzahl ist, dass Sie an Ihren Praxistagen vollständig präsent sein können – das ist die Grundlage für saubere Patientenbindung und nachhaltige Lernerfahrung.
Wie sich die Weiterbildungsdauer in Teilzeit verlängert
Die Facharztweiterbildung Allgemeinmedizin ist in Vollzeit auf 60 Monate angelegt, davon bis zu 36 Monate ambulant in einer Hausarztpraxis. In Teilzeit verlängert sich diese Dauer linear nach dem Beschäftigungsumfang – inhaltlich verändert sich nichts. Konkret:
- Bei 50 %: doppelt so lange Gesamtdauer wie in Vollzeit – Sie können den ambulanten Teil bei uns auf bis zu sechs Jahre strecken
- Bei 75 %: rund ein Drittel mehr Zeit – die ambulanten 36 Monate werden zu rund 48 Monaten
- Bei 80 %: etwa 45 Monate für die ambulanten Inhalte
Die Anrechnung erfolgt durch die Ärztekammer Schleswig-Holstein nach den geleisteten Wochenstunden. Ich unterstütze Sie bei der korrekten Dokumentation im elektronischen Logbuch, damit am Ende keine Diskussion über die Anrechenbarkeit aufkommt.
Wie der Praxisalltag in Teilzeit konkret aussieht
Eine Teilzeit-Weiterbildung ist kein „abgeschwächter“ Job – sie ist eine andere Organisationsform. Was bei uns funktioniert:
- Eigene Patientensprechstunde an Ihren Praxistagen, mit klarer Übergabe an die anderen Behandler an Ihren freien Tagen
- Feste Mentor-Termine wöchentlich für Lehrgespräche und Supervision, die wir auf Ihre Anwesenheitstage legen
- Hausbesuche nach Ihrer Verfügbarkeit, nicht aufgezwungen
- Wochenend- und Nachtdienste fallen für unsere Praxis nicht an – diese Frage stellt sich in der ambulanten Phase ohnehin nicht
- Fortbildungstage werden anteilig gewährt, das Fortbildungsbudget bleibt voll erhalten
Was praktisch wichtig ist: Sie übernehmen an Ihren Tagen einen festen Teil der Versorgung, nicht „nur das, was übrig bleibt“. Patienten bauen so eine Bindung auch zu Ihnen auf – das ist für die Lernerfahrung in der Allgemeinmedizin zentral.
Meine Erfahrung als Lehrarzt mit Teilzeit-Weiterbildungen
Über die Jahre habe ich mehrere Kollegen in Teilzeit-Modellen durch die Weiterbildung begleitet – oft in der Phase mit kleinen Kindern, in einem Fall parallel zu einer wissenschaftlichen Arbeit. Drei Beobachtungen aus dieser Zeit:
Erstens: Die Lernkurve ist in Teilzeit nicht flacher. Wer drei Tage konzentriert in der Sprechstunde steht, lernt pro Tag genauso viel wie ein Vollzeit-Kollege – manchmal mehr, weil die Tage bewusster genutzt werden.
Zweitens: Die Patientenbindung funktioniert auch in Teilzeit, wenn die Tage planbar sind und das Team die Übergaben sauber handhabt. Patienten sind sehr bereit, sich auf wechselnde Behandler einzulassen, wenn klar kommuniziert wird.
Drittens: Die häufigste Sorge vor dem Start ist, dass „man nicht voll dazugehört“. Diese Sorge ist unbegründet, sofern die Praxis Teilzeit als Normalfall behandelt. Bei uns ist sie das.
Bewerbung und Konditionsklärung
Schicken Sie mir eine kurze Bewerbung mit Anschreiben, Lebenslauf und – falls vorhanden – dem Stand Ihres elektronischen Logbuchs. Im Anschreiben reicht ein Hinweis auf den gewünschten Beschäftigungsumfang; konkrete Wochenstunden besprechen wir im persönlichen Gespräch und passen sie an Ihre Familiensituation an.
Interesse an einer Teilzeit-Weiterbildung?
Schreiben Sie mir kurz, in welchem Umfang Sie sich eine Weiterbildung vorstellen – wir finden ein Modell, das zu Ihrer Lebenssituation passt. Persönliche Rückmeldung in der Regel innerhalb weniger Tage.

